Erste Ausgabe des Hoch-Harz Ultras

Thomas Ehmke / 13.01.2008
16 tollkühne Extremläufer trafen sich am 05.01.2008 in Schierke um beim ersten Hoch-Harz Winter-Ultramarathon zu laufen - nach Karte und ohne Beschilderung (nur mit Hilfe von Wanderweg- und Loipenausschilderungen), alles in Eigenverpflegung, ohne Evakuierungscrews, Hubschrauber und Straßenräumdienste.

Es sollten laut Vorankündigung 1300 Höhenmeter werden. Es gab Leute da waren es mehr! Naja, ich war wohl leider der Einzige ...

Die Einweisung durch Karsten am Vorabend machte den besonderen Charakter dieses Rennens deutlich. Es wurde klar gestellt, dass jeder auf sich alleine gestellt ist. Zudem wurden aufgrund der schlechten Wetterbedingungen (20 cm. Schnee, etc.) ein paar Dinge kurzfristig geändert:

1. Die Bergwertungen wurden rausgenommen
2. keine Cheerleader
3. Bestellungen in Sachen Wetter konnten aufgegeben werden

Auch sonst war es eine lustige Angelegenheit ...

Die Strecke:

Start in Schierke über den Wurmberg, Achtermann und dann über den Brocken und an der Leistenklippe und dem Erdbärkopf vorbei zurück nach Schierke. Sollten dann hinterher ungefähr 45 km sein. Wäre toll gewesen, wenn ich zugehört hätte ... an der Leistenklippe vorbei und nicht rauf! So hatte ich hinterher 4 von 3 Bergen! Ohne die Extratour wäre das eine richtig gute Zeit geworden. Aber egal. Es war ein tolles Erlebnis.

Wir sind losgelaufen im Sonnenschein ... Bis zum Wurmberg (971 m) lag sehr weicher Schnee und es war schwer, kraftschonend zu laufen. Das konnte ein langer Tag werden. Mehrmals haben wir unsere Endzeitpläne korrigiert. Dann kamen Wolken auf und schon auf dem Achtermann (926 m) war es sehr windig. Auf dem Weg zum Brocken (1140 m) wurden wir mit Regen bedacht. Oben auf dem Brocken wütete sogar ein Blizzard mit so starkem Wind, dass dort Fußgänger fortgeweht wurden. Sicht bei Null. Schnee der die Sonnenbrille dicht machte und uns innerhalb von 2 Minuten durchnässte und die Erkenntnis, dass der Brockenstein für ein Gipfelfoto einfach nicht zu erreichen ist. Es war echt schlimm da oben (die Brockenbahn hatte schon den Dienst eingestellt). Also wir im Laufschritt runter, um irgendwie wieder warm zu werden.

Trotz Schneefall und Sturm wurde es weiter unten wieder angenehmer. Mit ein paar mal Verlaufen ging es dann zurück nach Schierke.

Kurz vor Schierke habe ich noch durch Zufall Karsten eingeholt und bin mit ihm zusammen ins Ziel gelaufen. Nach uns kamen die meisten anderen auch ins Ziel. Wir blieben alle so ungefähr bei 5 bis 6 Stunden. Meine genaue Endzeit lag bei 05:20:32.

Fazit: Ein ganz toller Lauf und ein echtes Erlebnis, das hoffentlich nächstes Jahr wieder so stattfindet (Karsten hat es versprochen)!
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