Der Mann im Mond

Pressemitteilung / 21.03.2009
Es wird ernst für Christian Schiester: Ab 29. März wird der Extremläufer den ersten von vier Desert Cups bestreiten. Bereits am Dienstag, 24. März, beginnt die Reise in die Atacama-Wüste in Chile, wo 250 äußerst heiße und trockene Kilometer warten. Doch der Steirer bleibt trotz der bevorstehenden Strapazen locker: \"Ich weiß, es wird beinhart werden! Aber ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Ein Platz unter den ersten Drei ist möglich.\" Da haben allerdings neben Hitze, Sand und Trockenheit auch noch rund 100 Konkurrenten sowie der eigene Körper ein Wörtchen mitzureden.

Auf vier Kontinente und durch vier Wüsten wird Christian Schiester sein harter Weg in den kommenden Monaten führen. Der Startschuss zu der, wie er selbst sagt, wohl größten Herausforderung seines Lebens fällt am 29. März. In Chile wird der Extremläufer aus Mautern in sechs Tagesetappen die ersten 250 von insgesamt 1.000 Kilometern zurücklegen, und das ohne fremde Hilfe. Einzige treue Begleiter des Steirers werden Sand, Geröll, die gleißende Sonne und extreme Temperaturunterschiede sein – und natürlich Schmerzen, körperliche und geistige.

Perfekte Vorbereitung. Dennoch gibt sich der zweifache Familienvater zuversichtlich. „Ich habe mich in den vergangenen Monaten bestens vorbereitet. Körperliche Fitness, mentale Verfassung und Material sind optimal aufeinander abgestimmt. Das Ziel lautet ein Platz unter den ersten Drei“, erklärt er selbstbewusst. Bereits Ende 2008 hat Schiester als Training in elf Tagen die Halbinsel Sinai durchquert (501km). Hinzu kommen über 12.000 gelaufene Kilometer im vergangenen Jahr, sowie extreme Sondereinheiten, wie intensive Tiefschneeläufe zum Kraftaufbau oder Laufband-Trainings bei 70°C in der Sauna in Bad Radkersburg.

Unwirtliche Gegend. Das ist wohl auch dringend nötig, denn die Atacama gilt sowohl als die trockenste als auch höchstgelegene Wüste der Welt. Ihr Alter beträgt 15 Millionen Jahre und ihr Niederschlagswert nicht einmal 2% des als äußerst arid geltenden Death Valleys. Einige Wetterstationen haben im Regenschatten der Anden bis heute noch keinen einzigen Tropfen Wasser registriert. Die beträchtliche Seehöhe von durchschnittlich über 3.000 Metern sorgt zudem für einen extremen Temperaturunterschied: Tagsüber lassen über 30°C und die starke UV-Einstrahlung den Wasserhaushalt der Athleten gehörig brodeln. In der Nacht zerren bis zu -10°C zusätzlich an den Energiereserven. Nicht umsonst zählt der Desert-Cup dort zu den härtesten Endurance-Bewerben der Welt.
PayPal Limited Edition SleepMonsters BUFF Patreon SleepMonsters Newsletter SleepMonsters Calendar SignUp