News vom deutschen Team Montrail Leppin
Jörg Schneider / 27.05.2005
Als Dreier-Team mit Tina Gartz, Erik Vliegen und Jörg Schneider am Start, setzte sich das Team, das zum ersten Mal in dieser Konstellation am Start war, überzeugend gegen alle Teams durch, auch die reinen Männer-Teams.\"Das hat mal wieder richtig Spass gemacht\", meinte Tina Gartz im Ziel. In der Tat war das Team Montrail Leppin am zweiten Tag relativ locker unterwegs, nachdem am Samstag eine recht kurze, aber knackige und schnelle Orientierungslauf-Etappe mit Seilelementen zu absolvieren war.
Am Samstag-Abend wurden alle Teams mit Bussen irgendwo in die Pampa gefahren und froren schon, bevor es überhaupt losging. Dann ging alles sehr schnell: Wir harmonierten vom Start (21:30 Uhr) weg sehr gut und teilten uns im weiteren Verlauf die Aufgaben auf. Erik übernahm als Orientierungs-Crack die Navigation in der Nacht, Jörg zog Tina.
Einziger Minuspunkt des ganzen Rennens: Drei verschiedene Seilaktivitäten waren zu früh im Rennen platziert, so dass alle Teams mehr oder weniger gleichzeitig dort eintrafen und sich Warteschlangen bildeten. Das wäre nicht so schlimm gewesen, hätte es nicht \"belgisches Wetter\" gehabt - ein eisiger Wind und Dauerregen! Wir kuschelten ganz nah aneinander und bibberten im Takt.
Nach einer schönen Abseilaktion, einer abenteuerlichen Grotte und einer spektakulären Zip-Line hatten wir genug Gelegenheit, uns warm zu laufen und mit der besten Zeit des Tages mit neun Minuten Vorsprung auf das zweite Team zufrieden in die Schlafsäcke zu huschen.
Nach einer kurzen Nacht starteten wir gemeinsam um 08:00 Uhr morgends auf dem MTB. Wir übernahmen sofort die Spitze und gaben sie auch bis zum Wechsel zur nächsten Lauf-Etappe nicht mehr ab. Hier waren an jedem Checkpoint Aufgaben zu lösen: Fragen beantworten, eine Falle bauen, Bogenschießen, Car Pulling, weitere spannende Seilaktivitäten.
Danach durften wir einen See im Ruderboot durchpflügen, bevor wir wieder zur abschließenden Laufetappe wechselten. Hier konnten wir die halbe Seelänge hinter uns beobachten und sahen das einzige Mal unsere Verfolger. Während Erik sich als hervorragender Bogenschütze entpuppte (Spitzname: Robin Vliegen), waren Tina und Jörg an dieser Stelle wenig nützlich. Zum krönenden Abschluss durften wir dann noch vom (hohen!) Kirchturm in der Mitte von Malmedy per Zip-Line runterspringen. Welch ein Spaß!
Insgesamt bestätigt der erste Platz einmal mehr, dass wir körperlich sehr gut in Form sind. Das Team-Zusammenspiel klappte \"blind\" hervorragend die Navigation war weitgehend fehlerfrei und wir kontrollierten das Feld auf sehr entspannte und gleichzeitig professionelle Weise.
Alle drei Athleten werden auch beim nächsten Rennen, dem ersten Weltcup-Rennen des Teams in Riksgränsen/Nordschweden dabei sein.
Sportliche Grüße,
Jörg




