Fulda Challenge
Eiserner Wille bei Tiefkühltemperatur
Pressemitteilung / 01.02.2007

Das warme Wetter ist Geschichte. In der Nacht fiel die Temperatur auf – 20 Grad Celsius bei sternenklarem Himmel. Einige Athleten beklagten sich über eine feuchte Kälte im Schlafsack, andere, wie Gunda Niemann, schliefen phantastisch im kalten Zelt. Aber auch bei gutem Schlaf haben die letzten Tage Spuren hinterlassen. Gunda hatte sich bei einem Sturz im Hundeschlittenrennen die Leiste verzerrt, Sascha Wingenfeld laboriert an einer Magen-Darm-Infektion, Frank Busemann kämpft mit einem Virusinfekt und Birgit Fischers altes Knieleiden meldete sich nach dem Halbmarathon auch wieder zurück. Viel Arbeit also für die Rennärzte und Physiotherapeuten.Trotz aller Blessuren trafen alle Teams pünktlich am Austragungsort des Motorschlittenrennens nahe der Indianergemeinde Carcross ein. Das Thermometer zeigte minus 17 Grad bei leichtem Schneefall und Eisnebel. Nach zwei Einweiserunden mußten die Athleten jeweils vier Runden auf einem ca. 2 Kilometer langen Berg-und Talkurs bewältigen. Gestartet wurden jeweils vier Teilnehmer gleichzeitig. Die Kanadierin Jay Cherian gewann diesen typisch kanadischen Sport knapp vor der Holländerin Olga van Kampen und Petra Herbert aus Österreich. Jasmin Günther, Birgit Fischer, Angelika Kempf und Gunda Niemann folgten auf den darauf folgenden Plätzen.
Bei den Männern dominierte Wolfgang Gärtner das Rennen. Ganze 14 Sekunden nahm er dem Kanadier Mike Tribes ab und verwies ihn auf den zweiten Platz vor Simon Euler vom deutschen Toyota Team. Der auf Antibiotika gesetzte Frank Busemann erreichte einen guten fünften Platz vor Sascha Wingenfeld vom Lowa Team. Über seine eigene Leistung enttäuscht zeigte sich Wigald Boning. Er hatte sich mindestens fünf Punkte bei diesem Event ausgerechnet, besitzt er doch selbst einen Motorschlitten im heimatlichen Allgäu. Doch nicht das fahrerische Können war schuld am schlechten Abschneiden, sondern das permanente Beschlagen seiner Brille zusätzlich zum trügerischen Eisnebel.
Der zweite Wettkampf des Tages war im wahrsten Sinne des Wortes "beinhart". Mit dem Mountainbike mußte die abseits vom Verkehr in gigantischer Landschaft gelegene Annie Lake Road gemeistert werden. Bergig aber mehrheitlich abwärst mußte die sehr holperige, schneebedeckte Strasse 20 Kilometer weit befahren werden, bevor der mühsame Aufstieg zurück begann. Für die insgesamt 40 zu fahrenden Kilometer hatten die Sportler maximal 2,5 Stunden Zeit.
Bei wunderschönem Wetter jedoch eisigen Temperaturen zwischen minus 15 und - 20 Grad gefror den Athleten der Schweiß auf der Kleidung. Schnellster Teilnehmer war Sascha Wingenfeld, der fast neun Minuten vor seinem Verfolger Simon Euler und dem Österreicher Wolfgang Gärtner ins Ziel kam. Wigald Boning hielt sich hervorragend und zeigte sich nach dem Rennen völlig erschöpft jedoch sichtlich beeindruckt von der Härte der Strecke.
Wahrhaft heroisch kämpfte der vom Virusinfekt stark geschwächte frank Busemann. Zwar landete er auf dem ungewohnten letzten Platz Sekunden vor der erlaubten Maximalzeit, aber er schaffte es, die ebenfalls verletzte Birgit Fischer in der erlaubten Zeit ins Ziel zu ziehen.
Bei den Damen zeigte die Polin Sowinska eine erstaunliche Kondition. Sieben Minuten vor Petra Herbert und der fast gleich schnellen Jay Cherian erreichte sie das kalte Ziel. Jasmin Günther und Gunda Niemann folgten auf den Plätzen vier und fünf. Direkt nach der Ziellinie mußte sich Gunda auf Grund von starken Muskelkrämpfen dann in ärztliche Betreuung begeben.See All Event Posts





