Im Reich der Skorpione - der 3. Jungle Marathon ist geschafft
Robert Pollhammer / 06.11.2006

Doch zunächst noch ein wichtiges Anliegen. In Zukunft soll es auch während meiner Abwesenheit Meldungen geben. Überhaupt wären mehr News, Rennberichte, etc. wichtig für Deutschlands einzige Plattform im Bereich Adventure Racing. Deshalb suche ich Leute, die SleepMonsters.de mit mir weiter voran bringen möchten.
An alle Athleten: Schickt mir Eure Reports, Testberichte, etc. Die SleepMonsters.de Besucher werden es Euch danken! Und ich natürlich auch!
Aber jetzt mein Kurzbericht zum 3. Jungle Marathon:
Es ist Trockenzeit. Ich stehe jedoch im Regen und schaue den Fluten nach, die in Santarém die Straßen unpassierbar machen. Und ich habe, wenige Tage nach dem Rennen, endlich Zeit die vielen Eindrücke und Erlebnisse ein wenig zu verarbeiten. So viele Geschichten …
Es ist schon erstaunlich, was der menschliche Körper aushält und was passiert, wenn ein Teil der Spannung von einem abfällt. Ich bin dann emotional immer etwas instabil. Man könnte auch sagen, nah am Wasser gebaut. So musste ich bei der Verabschiedung der 23 Soldaten unseres Orga-Teams heulen. Ein schönes Bild …
Während der 10 Tage des Jungle Marathons funktioniere ich im Gegensatz dazu wie eine Maschine. Meine Frau sagt, ich sei dann irgendwie ein anderer Mensch.
6 Wochen war ich zunächst mit den Vorbereitungen beschäftigt. Eine der Hauptaufgaben war es dabei, die 16 Dörfer entlang der Strecke im Nationalpark zu informieren und einzubeziehen. Dazu noch Besprechungen mit Lieferanten, Behörden, Organisationen, Bootsbesitzern, Militär, Feuerwehr, Ärzten und so weiter. Parallel lief das Organisieren von Logistik, Finanzen, Einsatz– und Notfallplänen, etc.
Dann war es endlich soweit. Tag der Ankunft der Athleten und gleichzeitig unser Abreisetag in den Dschungel. 62 Teilnehmer, 8 Ärzte und Sanitäter, 10 freiwillige Helfer, 5 Übersetzer, 12 Bootspiloten, 3 Leute vom ZDF, ein Fotograf, besagte 23 Soldaten und ein Koch. Für uns alle begann die Reise am 7. Oktober um 03:00 Uhr auf zwei typischen Amazonas-Flussbooten. Mit an Bord 11.700 Liter Wasser.
Im Camp wartete zunächst Routine. Kit Check, medizinische Untersuchung und Überlebenstraining waren angesagt.
Am 9. Oktober war er schließlich gekommen, der Moment der Wahrheit. Startschuss zur ersten Etappe um 7:00 Uhr.

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