Das Ende der Raid WM

Robert Pollhammer / 09.12.2006
Bildrechte Saga Events
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Seit gestern ist es amtlich. Die Raid WM 2006 in Kanada war die letzte Veranstaltung dieser Art vom französischen Veranstaler Saga Events.

Nachdem Saga Events über viele Jahre die Raid Gauloises organisiert hatte, wurde vor drei Jahren als \"Ersatz\" die Raid WM ins Leben gerufen. Zur Qualifikation für eines der wichtigsten Rennen im AR Kalender dienten die X-Adventure Weltcups.

Nun kann man natürlich spekulieren, warum Saga nach relativ kurzer Zeit das Konzept wieder ändert. Ab 2007 wird es nämlich anstatt der Weltcups und der Raid WM eine 1-wöchige Multisport-Veranstaltung geben. Die Geburtsstunde der Saab Salomon Mountain Sports Games. Erfreulich für Alain Gaimard und sein Team ist, dass ihm die Sponsoren erhalten bleiben. Wobei es sehr wahrscheinlich ist, dass vor allem Salomon auf eine Veränderung gedrängt haben dürfte.

Die Mountain Sports Games kosten wahrscheinlich weitaus weniger Geld kosten und erreichen aufgrund der starken Ausrichtung auf das Trail Running eine breitere Zielgruppe. Obwohl man gleichzeitig nur 80 Teams starten lassen will.

Zusammengefasst sehen die Moutain Sports Games wie folgt aus:

3. Juli - abwechslungsreiches MTB-Rennen von ca. 6 bis 8 Stunden. Trail Running Challenge 5 km.

4. Juli - Bergsteigen mit ca. 3.500 Höhenmetern (positiv) und Gletscher. Trail Running Challenge 1000 m bergauf.

5. Juli - Wildwasser-Challenge mit Schlauchkanadier und Schwimmen. Trail Running Challenge 1000 m bergab.

6. Juli - Seilaktivitäten mit Klettersteig, Klettern, Canyoning, Abseilen, Flying Fox. Trail Running 25 km.

7. Juli - Cross Orienteering (tag und nacht). Trail Running Staffel-Wettbewerb.

Insgesamt US$ 120.000 können gewonnen werden. Es hängt ein wenig von den Regeln ab und natürlich später von der Durchführung, ob dieses neue Konzept bei den Teams gut ankommen wird. Preisgeld und Medienpräsenz werden jedoch sicher für zahlreiche internationale Teams ein starker Anreiz sein.

Das Startgeld von EUR 1.500/Team ist keine Kleinigkeit. Jedoch gibt es auch Rennen die weitaus mehr finanziellen Aufwand bedeuten. Für die europäischen Mannschaften ist natürlich der Austragungsort sehr attraktiv. Die Region um den Mont Blanc ist nicht weit und so können Reisekosten gespart werden.

Gleichzeitig gewinnt dadurch die AR World Series von Geoff Hunt an Bedeutung. Jetzt gibt es nur noch eine Veranstaltung jedes Jahr, die WM-Status hat. Das ist schön für den Neuseeländer und gut für den Sport. Es zeigt auch, dass Idee der AR World Series richtig war. Durch den Zusammenschluss unabhängiger Rennen zu einer Serie kann diese unabhängig von einem großen Sponsor agieren. Bleibt nur zu hoffen, dass Geoff Hunt weiter am Ball bleibt.

Die Anmeldung für die Mountain Sports Games ist ab Januar 2007 möglich. Infos gibt es auf www.theraid.org.
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