The North Face Adventure Trophy

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Bis zur totalen Erschöpfung

Jörg Schneider / 10.05.2007See All Event Posts Follow Event
Nur eineinhalb Wochen nach dem KI Challenge in Kroatien ging es zu einem der größten Rennen Osteuropas: The North Face Adventure Trophy, kurz TNFAT.

Da wir nach wie vor keine deutsche Frau auftreiben konnten, die a) willig und b) in der Lage ist, sich einem Rennen dieser Ausmaße auszusetzen, hatten wir das Glück, auf Ingrid Stengard aus Finnland zurückgreifen zu können. Ich holte sie am Sonntag am Flughafen München ab und wir übernachteten bei Niki und Christian. Am Montag dann Essen einkaufen und durch Österreich und die Slowakei nach Zakopane am Fuße der Hohen Tatra.

Race Stats:

Distanz: ca. 370 km
Höhenunterschied: ca. 10.500 m
38 Checkpoints (CPs) verteilt auf 10 Etappen
Team: Klassisches Vierer-Team mit einer Frau - Ingrid, Jörg, Rolf, Markus
Erwartete Siegerzeit: 52 Studen (Zeitlimit: 80 Studen)

Wir kamen aus dem 25 - 30°C warmem Deutschland ins nur 2°C kalte Ost-Polen. Glücklicherweise erwärmte sich auch diese Region im Verlauf des Rennens und es blieb trocken, obwohl es nachts sehr frostig wurde.

Der Start erfolgte - wie schon fast üblich - in der Stadt Zakopane selbst mit einem Mini-Orientierungslauf (OL) mit OL-Karte 1:10.000. Gleich anschließend nahmen wir unser Gepäck auf mit Essen und Trinken für ca. 24 Stunden sowie hochalpiner Ausrüstung (Eispickel und Steigeisen waren Pflichtausrüstung). Die ersten 3 Etappen fügten sich im Grunde zusammen als ein \"Monster Trek\" von 78 km Länge und 5.000 m Anstieg. Das trennte sehr früh im Rennen die Spreu vom Weizen und im Zeitlimit erreichten nur noch 9 der gestarteten Teams die Transition Area \"A\" (erste Wechselzone zum Mountain Bike). Hinterher fragten uns die Organisatoren, ob das nicht vielleicht eine Nummer ZU hart war. Ich denke, es sollte nicht Ziel eines Adventure Race sein, so früh wie möglich Teams kaputt zu machen. Es haben sich sicherlich alle seriös vorbereitet, haben gewisse Ressourcen in die Ausrüstung und Anreise gesteckt und sind sicher frustriert, wenn sie es nicht einmal zurück von der ersten Etappe schaffen.

Der \"High Mountain Trek\" hatte es in sich. Bei dem schönen Wetter war die Sicht vom Grat sowohl auf die slowakische, als auch die polnische Seite spektakulär. Unterwegs durften wir als \"Special Task 1\" eine Höhle erforschen und bekamen die OL-Karten von zwei weiteren Gebieten mit 10 bzw. 6 weiteren Punkten, die zu finden waren. In der Nacht stellte sich die erste dieser zwei Spezialprüfungen als echter Killer heraus. Ich machte mich mit Elvir und Luca von unserem befreundeten slowenischen Team (zufällig getroffen :-) ) auf die Suche, während unsere Teams auf diese Weise 4 Stunden mögliche Schlafzeit erhielten. Bei der zweiten OL-Runde machten wir es umgekehrt und Ingrid und Markus sammelten in 30\' die Punkte ein. Zurück im TA gab es dann erstmal etwas Warmes zu essen. Wir mussten aber trotzdem einen flotten Wechsel hinlegen, wollten wir den Cut-Off am nächsten CP noch schaffen (CP 9). Gerade im ersten Teil des Rennens waren die Zeitlimits extrem knapp gewählt, was sicher auch zu der hohen Ausfallquote führte.

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