Fulda Challenge

  • Canada (CAN)

Tauwetter statt arktischer Winter

Pressemitteilung / 26.01.2009See All Event Posts Follow Event
Bildrechte: Fulda Challenge
Bildrechte: Fulda Challenge
Die Fulda Challenge wird ihrem Anspruch als Event der Extreme beim Auftakt auf ungewohnte Weise gerecht. Statt Temperaturen von bis zu minus 40 Grad klettert das Thermometer pünktlich zum Auftakt auf fast frühlingshafte neun Grad plus.

Dabei hatte der Yukon, die Gastgeberregion im Norden Kanadas, bis wenige Tage vor dem Eintreffen der Athleten einen der härtesten Winter seiner Geschichte erlebt. Wochenlang lagen die Temperaturen in vielen Teilen des Gebietes unterhalb der minus 50 Grad Marke. Der plötzliche Wetterumschwung ist daher auch weniger Vorbote eines Klimawandels, sondern Resultat von starken warmen pazifischen Winden, unter deren Einfluss das Land gerade steht.

Lars Riedel, einer der prominenten Teilnehmer der diesjährigen Challenge, hat jedoch eine ganz andere Theorie. "Ich hatte vor dem arktischen Winter richtig Angst, darum habe ich mit meiner Willenskraft dafür gesorgt, dass sich das Wetter ändert." meint der ehemalige Goldmedaillengewinner im Diskuswurf mit einem Schmunzeln.

Doch laut Wetterbericht freut sich der Hüne etwas zu früh. Bereist am Dienstag aber spätestens Mittwoch soll der kurze "Spuk" vorbei sein und der Frost das Land zurückerobern.

Am ersten Wettkampftag erwartete die Teilnehmer nur ein kurzes Pflichtprogramm. Schließlich litten die Athleten aufgrund der neunstündigen Zeitverschiebung noch unter dem Jetlag. "Wir wollen zwar harte Wettkämpfe, doch nicht auf Kosten der Gesundheit oder der Sicherheit der Teilnehmer." meinte dazu Wettkampfleiter Hans-Joachim "Strietzel" Stuck. Deshalb gab der Veranstalter Fulda Reifen am Vormittag den Athleten auf einem zugefrorenen See ausreichend Gelegenheit, die Sportgeräte zu testen, die sie in den nächsten Tagen einsetzen werden. Mit Toyota RAV4, Rhinos (kleine Buggys) mit Kettenantrieb und Motorschlitten durften sie sich auf der noch meterdicken Eisschicht "austoben". Auch den Umgang mit Pfeil und Bogen stand auf dem Trainingsprogramm.

Am Nachmittag wurde es dann beim Hundeschlittenrennen zum ersten Mal richtig ernst. Trotzdem überwog bei den Sportlern der Spaß an bei der ungewohnten Art der Fortbewegung.

"Ich hätte niemals geglaubt, dass die Hunde beim Start so einen Schub entwickeln." zeigte sich Ex-Europameister Fredi Bobic beeindruckt.

Für Magdalena Brzeska war die erste Wertungsprüfung bereits ein ganz großes Highlight: "Echt ein tolles Gefühl, besonders weil ich Hunde so sehr liebe. Doch leider bin ich zu oft unterwegs, um selbst einen zu haben." Die Schlittenhunde haben die Zuneigung wohl gespürt und auch beflügelt. Mit ein paar Zehnteln Vorsprung vor der kanadischen Gewichtheberin Jeane Lassen markierte die ehemalige Kunstturnerin die Bestzeit bei den Frauen.

Doch Hundeliebe ist bei der landestypischen Disziplin nicht der einzige Weg zum Erfolg. "Ich habe eigentlich großen Respekt vor den Tieren. Aber wir sind gut miteinander ausgekommen." war das Resümee von Breszkas Teamkameraden Uwe Ullmann. Das kann man wohl getrost als Understatement bezeichnen. Schließlich hat er mit der absoluten Tagesbestzeit die Männerwertung gewonnen, so dass sein Team den Tag mit der bestmöglichen Ausbeute von zwölf Punkten abschließen konnte.

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