Inferno Triathlon
10. Jubiläumstriathlon mit Seriensieger
Ursula Mühlemann / 21.08.2007


Wahrlich, besser hätte es für den deutschen Seriensieger nicht laufen können. Bei Wassertemperaturen von 17 Grad stieg Marc Pschebizin als Sechster aus dem Thunersee. Nach dem Wechsel auf das Racebike, ging Mister Inferno ab wie eine Rakete und dominierte das Rennen anschliessend bis zum Ziel. Bereits mit über vier Minuten Vorsprung auf den zu diesem Zeitpunkt Zweitplazierten Axel Reiser aus Neuseeland raste der Seriensieger in die Wechselzone Grindelwald. Auf der Mountainbike-Strecke gelang es Pschebizin, seine Führung auf eindrückliche Art und Weise weiter auszubauen. Mit komfortablen 20 Minuten als Polster, ging es auf die Laufstrecke von Stechelberg zum Schilthorn. Mit einer Schlusszeit von 9:04.40 liess Pschebizin sämtliche Konkurrenten stehen und siegte mit einem Vorsprung von über 23 Minuten. \"Wie im Bilderbuch\" beschrieb Mister Inferno im Ziel denn auch sein Rennen. Ein gutes Training und seine Liebe zu den Bergen seien wohl die Grundlage für seine Erfolge in Mürren. Vielleicht ist der sympathische Triathlet aber auch ganz einfach \"für den Inferno geboren\", wie Inferno Rennleiter Gerhard Gasser meint.
Über weite Strecken Pschebizins härtester Verfolger war der Neuseeländer Axel Reiser, der sich aber auf dem Mountainbike von Andreas Wolpert (D) und Reto Marti aus Baar überholen lassen musste. Reto Marti gelang über die Kleine Scheidegg und auf der Laufstrecke eine eindrückliche Aufholjagd, wechselte er doch in Grindelwald erst als Sechster auf das Mountainbike. In Stechelberg lag der Zuger noch an zweiter Stelle, musste sich aber im Aufstieg zum Schilthorn noch von Wolpert, offenbar noch mit grossen Kraftreserven, überholen lassen. In einem fulminanten Endspurt und mit einem Abstand von knapp zwei Minuten gelang es dem Deutschen, dem Schweizer den zweiten Rang noch ab zu nehmen. Mitfavorit Adrian Ruhstaller (CH), Sieger des Gigathlon Couple 2007, beendete das Rennen mit dem fünften Rang. Der Steffisburger Patrick Jaberg kämpfte bereits nach der Grossen Scheidegg mit \"leeren Beinen\" und lief als Achter ins Ziel. \"Ich komme wieder\", meinte der Lokalmatador auf dem Schilthorn, \"ich habe mit dem Berg noch eine Rechnung offen\".


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