Wenger Patagonian Expedition Race
Angekommen in Patagonien
Ullrich Schindler / 08.02.2010


<b>Hallo Marc, Ihr hatte Probleme mit Eurem Flug nach Punta Arenas. Erzähl, was ist passiert?</b>
Wir waren schon mehrere Stunden auf dem Weg von Madrid nach Santiago, als vom Pilot die Durchsage kam, dass wir umdrehen und auf den kanarischen Inseln zwischenlanden müssen. Ein Fenster war defekt und musste ausgetauscht werden. Nach ein paar Stunden Aufenthalt auf den Kanaren ging es weiter nach Santiago. Dort verpassten wir dann unseren neuen Anschlussflug, weil Teile unseres Gepäcks nicht rechtzeitig eingetroffen waren. Da alle Flüge nach Punta Arenas restlos ausgebucht
waren, hingen wir in Santiago fest. Das war sicherlich auch der Teil der Reise, der am
meisten an den Nerven zehrte. Insgesamt dauerte unsere Anreise mehr als 50 Stunden.
<b>Wie bereitet Ihr Euch jetzt in Punta Arenas noch auf das Rennen vor?</b>
Für eine echte Vorbereitung in Punta Arenas fehlt uns die Zeit. Melanie Hohenester (viertes Teammitglied, Anm. der Redaktion) kommt sogar erst am Montag in Punta Arenas an. Nach unserem anstrengenden Flug werden wir vor allem versuchen uns auszuruhen und etwas zu schlafen.
<b>Was sind die Stärken des Teams?</b>
Wir sind in allen Disziplinen sehr gut aufgestellt. Lediglich was das Navigieren anbetrifft, fehlt uns etwas die Erfahrung.
<b>Haben alle Teammitglieder schon Erfahrung bei Adventure Races gesammelt?</b>
Pierre Eyen und ich haben schon des Öfteren bei Rennen dieser Art mitgemacht. Die anderen beiden Teammitglieder haben bisher weniger an Adventure Races teilgenommen, verfügen aber über sehr viel Wettkampferfahrung. Thoralf Berg ist mehrmaliger Quadrathlonweltmeister, Melanie hat schon viele Marathon- und Triathlonveranstaltungen erfolgreich bestritten.
<b>Wie sieht Eure Strategie für das Rennen aus?</b>
Wir haben uns vorgenommen während des Rennens nicht mehr als zwei bis drei Stunden pro Nacht zu schlafen. Vieles von der Strategie wird dann auch von den einzelnen Streckenabschnitten abhängen, deren Verlauf wir momentan noch nicht kennen.
<b>Was ist Euer Ziel?</b>
Wir wollen die Ziellinie zusammen erreichen, das wäre für uns ein schöner Erfolg. Wir sind die extremen Wetterbedingungen nicht gewohnt, die hier in Patagonien herrschen. Gerade haben wir die erste Kayakfahrt in der Magellanstraße hinter uns gebracht. Die Kayaks treiben durch den starken Wind sehr leicht ab. Das wird eine große
Herausforderung.
<b>Danke für das Interview!</b>


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